Datum:
3. bis 5. Oktober 2025
Tourenleiter:
Sibylle Gaisser und
Bernhard Schmid
Bericht:
Sibylle Gaisser
Leonie Halpin
Fotos:
Tourennr:
Die diesjährige Herbstausfahrt vom 3. bis 5. Oktober führte die Familiengruppe dieses Jahr in die Hersbrucker Schweiz, wo der Norissteig und der Höhenglückssteig mit Kletterfelsen locken. Unterkunft hatten die fünf Familien im Schullandheim Schloss Vorra gefunden. Diese Unterkunft erwies sich als wahrer Volltreffer – mit dem herrlichen Park, einem riesengroßen Aufenthaltsraum mit Tischkicker, Spielgeräten und viel Freifläche zum Toben fühlten sich alle sehr wohl. Nach dem Bezug der Zimmer und dem Verteilen der Kletterausrüstung waren alle voller Tatendrang. Leonie (12) beschreibt ihre Erlebnisse wie folgt:
Wir haben uns am ersten Tag mittags am Parkplatz in Hirschbach getroffen. Die Fahrt war glücklicherweise nicht so lang wie sonst. Wir wollten zum Norissteig, dahin musste man erst etwas wandern. Dort angekommen konnten wir unsere Ausrüstung anlegen und losklettern. Es war ein wirklich schöner Klettersteig, man konnte durch eine kleine Höhle, die Amtsknechtsstube, klettern, durch eine Art Fenster aus Stein und an einer Felswand hoch. Außerdem war der Wald um uns herum wunderschön. Am Nachmittag haben wir uns aufgeteilt. Eine Gruppe ist wieder zum Parkplatz zurückgelaufen, während die Größeren noch eine Art Schacht, den Franke-Kamin, hinuntergeklettert. Der Schacht war nicht leicht zu klettern, aber die Metall-Tritthilfen waren so platziert, dass man sie auch als Kind gut erreichen konnte. Anschließend ist unsere Gruppe noch zum Gipfelkreuz der Mittelbergwand gewandert. Die Aussicht war atemberaubend, man konnte sehr weit sehen. Dann sind alle zum Schullandheim zurückgekehrt, in dem wir für das Wochenende wohnen durften.Eine Sache war sehr schön: jede Familie hatte ihr eigenes Zimmer, so konnten alle, wann sie wollten, ins Bett. Außerdem hatte jedes Zimmer ein eigenes Badezimmer. Wir haben alle gemeinsam gegessen und das Essen war immer sehr lecker. Am Abend haben wir gemeinsam Spiele gespielt, dann sind wir ins Bett gegangen.Am nächsten Morgen haben wir gefrühstückt, uns Lunchpakete gemacht und sind früh nach Hirschbach aufgebrochen. Dort sind wir einige Zeit lang durch den Wald gelaufen, bis wir die „Cäciliengrotte“ erreicht haben. Wir haben unsere Stirnlampen angezogen und die Grotte erforscht. Sie war atemberaubend! Sie verfügt über viele Kammern und eine Stelle, an der man nach oben steigen konnte. Dann sind wir weitergewandert. Es gab auf der Strecke einige schöne Stellen zum Klettern. Beispielsweise die Frankenkammer und die Annawand. Die war wirklich beeindruckend hoch. Dann hatten wir unser Ziel für den Tag erreicht. Man konnte am Berg „Rutschen“ drei Kletterrouten besteigen: Wir haben die Via Ferrata Bambini, die Via Ferrata Piccoli und den Höhenglückssteig erkundet (letzteren nur teilweise). Nach ausführlicher Kletterei sind wir schließlich zurückgewandert. Im Schullandheim gab es ein sehr leckeres Abendessen. Wir haben wieder gemeinsam Spiele gemacht und sind erschöpft vom Klettern bald ins Bett gegangen.
Am nächsten Tag hatte sich die Luft merklich abgekühlt. Durch den nächtlichen Starkregen war an Klettern nicht mehr zu denken. Während die Eltern die Zimmer aufräumten und putzten, tobten die Kinder nochmals im großen Aufenthaltsraum. Danach führte uns eine Wanderung von Vorra nach Eschenbach in den Wenglein-Park. Der in den 1920er Jahren vom Schwabacher Großindustriellen Carl Wenglein angelegte steile Berghang gilt als eines der ersten Naturschutzgelände Deutschlands. Mitte der 1960er Jahre wurde das Gelände vom BUND Naturschutz Bayern e.V. gekauft und daraus das Naturschutzzentrum Wenglein-Park entwickelt. Auf verschiedenen Themenwegen kann man das Gelände selbst erkunden und viel Wissenswertes über Flora und Fauna erfahren. Dank des regnerischen Wetters konnte die Gruppe sogar zwei Feuersalamander beobachten. Nachdem die Regenfälle im Verlauf des Tages aber immer stärker wurden, waren Kinder und Eltern dann am Nachmittag glücklich über den Tagesausklang in der warmen Wirtsstube des Grünen Schwan in Eschenbach.
Autorinnen: Leonie Halpin und Sibylle Gaisser, Fotos Bernhard Schmid und Sibylle Gaisser
Fotos zur Illustration
Abb. 1: Am Noristörl
Abb. 2: Arbeiten an der Klettersteigkarte
Abb. 3: Franke-Kamin
Abb. 4:Im Schloss Vorra