Datum:
05.08. – 08.08.2025
Tourenleiter:
Gerhard Zumach
Bericht:
Edith Ludwig
Tourennr:
2025-T-23
Am 5.8.25 um 7 Uhr früh trafen sich Inge, Peter, Petra, Gerhardt, Edith und Tourenleiter Gerhard am DAV Heim in Ansbach.
Als alle Rucksäcke im DAV Bus verstaut waren, fuhren wir Richtung Süden. Nach einer entspannten, ruhigen Fahrt erreichten wir den Parkplatz Fellhornbahn. Sogar die Sonne begrüßte uns nach einer Regenperiode, sodass wir alle zufrieden mit dem Aufstieg zum Waltenberger Haus starten konnten.
Nach einigen Kilometer Fußmarsch freuten wir uns in Einödsbach auf die erste Apfelschorle. Pech gehabt: Dienstag Ruhetag!
Dann begann der Bergweg Richtung Waltenberger Haus auf 2.085 m. Vorbei an verschiedenen Pflanzen, die uns Gerhard oft erklärte, vorbei an rauschenden Wasserfällen und Berghängen. Bis wir endlich die Hütte sahen. Jedoch bis zum ersten Radler waren noch einige hundert Höhenmeter zu bewältigen.
Mit einer traumhaften Aussicht wurden wir belohnt. Hinter der Hütte war am Abend der erste Steinbock zu sehen. Wir waren alle froh und dankbar für diese Eindrücke. Nachdem unser Lager bezogen war, trafen wir uns zum Abendessen. Ein geselliger Abend, bei dem man sich besser kennenlernte bildete den Tagesabschluss.
Am Mittwoch morgen starteten wir nach dem Frühstück. Am Weg zur Bockkarscharte auf 2.504 m sahen wir noch ein paar majestätisch schreitende Steinböcke.
Der Weg ging steinig bergauf, bis wir letztendlich die Hände zur Hilfe nehmen mussten um über die Scharte zu gelangen. Auf der anderen Seite ein ganz anderes Bild. Eine Steinwüste, kaum Gras. Wir machten eine Pause um alles aufnehmen zu können. Weiter ging’s Richtung Mädelegabel über die Reste des Schwarzmilzferners auf 2.420 m. Gerhard neben mir erschrak fast ein bisschen. Er kennt den Ferner schon lange und hier war der Klimawandel deutlich zu sehen. Er ist Allgäus letzter Gletscherrest.
Kurz Info über korrektes Verhalten auf einem Schneefeld sowie bei einem Sturz. Anschließend ging es steil Richtung Mädelegabel Gipfel. Häufig war die Hilfe der Hände nötig. Die Rucksäcke ließen wir auf halber Höhe liegen. Es ging Meter um Meter nach oben. Manchmal drahtseilversichert.
Endlich am Gipfel auf 2.644 m strahlte die Sonne das Gipfelkreuz an. Die Aussicht war traumhaft. Kratzer, Trettachspitze und Krottenkopf …. man konnte sich gar nicht sattsehen. Nach einer Brotzeit und Fotos machten wir uns wieder an den Abstieg. Die sehr erfahrenen „Kraxler“ unterstützten die Neulinge. sodass alle sicher unten ankamen. Als wir die Querung südlich des Kratzers auf ca. 2.200 m Höhe hinter uns hatten, ging’s noch etliche Kilometer über gerölldominierte Wege zur Kemptener Hütte auf 1.846 m.
Am dritten Tag hatten wir nur leichtes Gepäck da wir ja nochmal eine Nacht in der Kemptener Hütte waren. Zunächst führte der Weg zum oberen Maedelejoch 2.033 m, zur Staatsgrenze, dann hinauf zur Krottenkopfscharte (2.350 m). Dort war es extrem windig und wir hielten uns nur kurz auf. Über Geröll, zahlreichen roten Punkten und Kletterei führte uns Gerhard zum Gipfel (2.657 m). Die Sonne lachte uns auch heute wieder zu und es war wieder ein Erlebnis der besonderen Art hier oben sein zu dürfen. Eine kurze Einweisung zum Plattengehen, Brotzeit und Fotos und wir machten uns an den Abstieg. Dank unseres „Gruppenzusammenhalts“ kamen alle unversehrt unten an. Über Bäche und Wiesen, vorbei an Murmeltieren waren wir am Spätnachmittag wieder auf der Hütte zurück.
Am Freitag ging es dann über Wege teils mit Geröll belegt oder Matsch oder durch Wasserfälle durch den Sperrbachtobel hinunter ins Tal. Es wurde immer wärmer.
In der Spielmannsau wurde der letzte Absacker getrunken bevor uns der Shuttlebus in den Alltag zurück holte.
Für mich waren das ein paar richtig schöne Tage. Anstrengend aber mit zufriedenem Bauchgefühl, eine tolle Gruppe und vor allem einen exakt planenden Trainer, der uns mit sehr viel Wissen versorgte.
Danke an alle.