Grundkurs Hochtouren – Silvrettahütte

Datum:

18.07. – 22.07.2025

Tourenleiter:

Peter Jörg

Max Heumann

Bericht:

Jürgen Zeller

Fotos:

Jürgen Zeller

Tourennr:

2025 – K – 11

Teilnehmer: Rebeka, Heidi, Basti, Florian, Manfred, Martin, Achim und Jürgen

1. Tag: Berghütte mit Wohlfühlatmosphäre

Die Anreise verlief ohne Probleme. Vor Ort fuhren wir vom öffentlichen Parkplatz mit einem Bustaxi noch ein Stück weiter, um von dort zu unserer Hütte aufzusteigen. Nach zwei Stunden und knapp 700 Höhenmetern erreichten wir unsere Hütte. Sie blieb für die nächsten fünf Tage unser Domizil. Mit der Silvrettahütte hatten wir einen echten Glücksgriff gemacht. Zum einen war die Lage für unser Vorhaben optimal und zum anderen war das Hüttenteam in bester Laune und sehr zuvorkommend. Ich habe vorher noch nie einen Menschen erlebt, der bei allem, was er tat, lachte. Sehr sympathisch. Da der Tag noch lang war, übten wir hinter der Hütte den Ablauf einer Spaltenbergung.

2. Tag: Überlebensübungen auf dem Gletscher

Heute sollte das gestern Trainierte, und noch vieles mehr, unter realen Bedingungen auf dem Gletscher geübt werden!

Begonnen wurde mit dem richtigen Setzen einer Eisschraube im Gletschereis. Da man dies im Notfall auch können muss, während man gleichzeitig einen verunglückten Kollegen in einer Gletscherspalte am Seil hält, wurde das Ganze im Liegestütz und um die Wette geübt. Als nächstes baute Max an einem Gletschereinbruch einen Parcours mit einem Fixseil auf, den man gesichert mit einer Prusikschlaufe durchlaufen konnte. Es folgte eine kurze Wanderung über den Gletscher in einer 3er Seilschaft. Mangels geeigneter Gletscherspalte wurde die Spaltenrettung wieder an dem Gletschereinbruch geübt. Dabei sollte jeder einmal jede Position in der Seilschaft innehaben. Das hieß, dass immer zwei der Seilschaft die dritte Person „retteten“.

3. Tag: Auf Tour bei bestem Wetter

Hochtour Silvrettahütte – Silvrettahorn (3244m) – Schneeglocke (3223m) – Rote Furka (Scharte) – Silvrettahütte (ca. 12km, 11Std., 1160Hm)

Da für den nächsten Tag schlechtes Wetter vorausgesagt wurde, starteten wir bereits heute die geplante Hochtour. Über den von gestern bereits bestens bekannten Gletscher ging es hoch zum Silvrettahorn. Immer wieder waren steile Passagen, zum Teil auch über Geröll, zu überwinden. Vor dem Gipfel musste auch die eine oder andere Kletterstelle überwunden werden. Vom Silvrettahorn folgten wir dem Grat zur Schneeglocke. Hierbei musste ein größerer Felsblock überstiegen werden, was eine ausgesetzte Felsenkletterei erforderlich machte. Auf dem Rückweg stiegen wir einen relativ steilen und auch durch Steinschlag gefährdeten Gletscher hinunter. Das Wetter war für unsere Tour optimal, lediglich auf dem Grat blies ein kräftiger Wind. Mit dem Tagestausch hatten wir alles richtig gemacht.

4. Tag: Anseilübungen in der Hütte – Selbstrettung vor der Hütte

Wie der Wetterbericht voraussagte, hatte es heute den ganzen Tag geregnet. Aber Max und Peter waren sehr gut vorbereitet und wir konnten in und an der Hütte noch einmal ein sehr interessantes Übungsprogramm absolvieren. Wir schwer es ist, sich an einem hängenden Seil mittels Prusikschlaufen hochzuziehen, dürfte jedem Teilnehmer noch in bester Erinnerung verblieben sein!

5. Tag

Abstieg – Heimfahrt

Fazit

Viele für die Praxis wichtige Übungen, bestens vorbereitete Kursleiter und eine tolle Atmosphäre in der Gruppe. Vielen Dank an Max und Peter! Für die nächste Hochtour fühle ich mich jetzt bestens vorbereitet.

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