Datum:
15.-17.09.2023
Autor:
Sabine Plösch
Fotos:
Roland Bräunling
Tourleiter:
Tour-Nr.:2023-T-25
Los ging es am Freitag um 6:30 Uhr am Ansbacher Bahnhof. Mit Zug und Bus erreichten wir störungsfrei und ohne Verspätung gegen 11:15 Uhr das Olympia-Skistadion in Garmisch-Partenkirchen. Wir, das waren unser Tourenleiter Roland, Elke, Margit, Siglinde, Lothar, Manni, Andreas und ich (Sabine).
Aufstieg durch die Partnachklamm
Nach einem interessierten Blick auf die Olympia-Skisprungschanzen machten wir uns auf den Weg durch die Partnachklamm. Wir waren sehr beeindruckt von der wildromantischen Schlucht mit ihren tosenden Wassern und unterschiedlichen Licht- und Schattenspielen. Es gab sehr viele Motive für einen Fotostopp, bei dem man jedoch darauf achten musste, nicht zu viel Wasser von oben abzukriegen.
Nach der Klamm folgten wir dem Wanderweg durch das Reintal an der Partnach entlang. Wir legten eine kurze Kaffeepause an der Bockhütte ein und erreichten nach 770 hm um ca. 18:00 Uhr die Reintalangerhütte auf 1367m. Als erstes kühlten wir unsere Füße im dort seichten Wasser der Partnach, danach konnten wir unser Lager beziehen. Wir bekamen die Winterschutzhütte für uns allein! Dort gab es 16 Betten, und wir acht konnten uns gut ausbreiten. Der Hüttenwirt Charly Wehrle und sein Team servierten uns ein leckeres vegetarisches Abendessen. Danach vertrieben wir uns mit „Hornochsen“ die Zeit – keine Sorge: ein Kartenspiel!
Der Zugspitzgipfel
Am Samstagmorgen gegen 6.30 Uhr weckte uns ein gut gelaunter Tourenleiter. Wohl, weil er wusste, wie ausgesprochen gut und vielseitig das Frühstücksbuffett ist! Oder weil er sich darauf freute, uns den Partnachursprung zu zeigen. Der kleine Umweg hat sich gelohnt. Imposantes Felsenpanorama gab es zu bestaunen.
Anschließend ging es zunächst weiter taleinwärts zum Oberen Anger und danach 600 hm hinauf in steilen Kehren über die Felsstufe zum Beginn des Zugspitzplatts. Hier hörten wir nicht zum letzten Mal Mannis entrüstete Frage: „Wer hat mir denn Backsteine in den Rucksack getan?“ Dann weiter, in einem großen Rechtsbogen zur Knorrhütte auf 2052m. Dort konnten wir überflüssiges Gepäck deponieren und „erleichtert“ weitergehen Richtung Zugspitze. Gleich hinter der Hütte ging es über steile Stufen, danach führte der Steig über die geröllige Mondlandschaft des Zugspitzplatts zum flachen Karboden mit der Seilbahnstation Sonn Alpin auf 2576m.
Gipfelglück auf 2962 Metern
Vor der Station ging es rechts über einen steilen Geröllhang am Schneefernerhaus vorbei zum Beginn des felsigen Gipfelaufbaus. Diesen konnte man mit Hilfe von Drahtseilen überwinden und zum Gipfelgrat und über diesen zum Zugspitzgipfel auf 2962m gelangen.
Am Münchner Haus auf dem Gipfelplateau gönnten wir uns nach 1650 zurückgelegten Höhenmetern ein erfrischendes bzw. wärmendes Getränk. Es war windig, bei 8 Grad! Wir bestaunten noch etwas die anderen Spitzenbesucher. Vom Sommerkleidchen bis zur Kletterausrüstung und einem Barfußwanderer war alles dabei! Nach den obligatorischen Gipfelfotos machten wir uns auf den Weg zur Seilbahn, die wir bis zur Sonn Alpin nutzten. Zur Knorrhütte waren es dann noch 500 hm im Abstieg. In hochalpiner Szenerie ließen wir diesen ausgefüllten Tag bei „Hornochsen“ ausklingen.
Kaiserschmarrn und Schienenersatzverkehr
Sonntagmorgen packten wir gut ausgeschlafen und frisch gestärkt die letzte Etappe an. In leichtem Auf und Ab ging es von der Hütte hinüber zum „Gatterl“. Zuletzt steil bergauf erreichten wir die deutsch-österreichischen Grenztafeln. Dort verweilten wir etwas, machten Fotos und hörten Manni bei einer kurzen Andacht zu.
Über die Hochfeldernalm (1732m) ging es weiter bergab zur Ehrwalder Alm (1493m). Einige entschieden sich, auf einen Kaiserschmarrn einzukehren und die Almbahn zum Busbahnhof zu nehmen, während andere noch Bewegung brauchten und den Wanderweg zur Talstation wählten.
Von da ging es mit dem Bus zum Ehrwalder Bahnhof, weiter mit Schienenersatzverkehr über Garmisch, dann mit dem Zug nach München über Treuchtlingen und wieder mit dem Schienenersatz nach Ansbach. Die Fahrten nutzten wir, um uns auszutauschen, wie jeder Einzelne die Tour erlebt hatte. Alle waren sich einig, dass es ein sehr schönes Erlebnis war und sich die Anstrengung gelohnt hatte! Und das Wetter hatte es mit drei Tagen Sonnenschein gut mit uns gemeint.
Ein Satz blieb mir im Gedächtnis: „Was uns verbindet, ist die Liebe zu den Bergen.“