Datum:
vom 10.02.-12.02.2023
Autor:
Peter Schneider
Fotos:
Elke Bürkel
Tourleiterin:
Tour-Nr.:2023-K-01
Der Skitourenkurs fand dieses Jahr vom 10. bis zum 12. Februar statt und als Stützpunkt diente die Albert Link Hütte (1053 m) am Spitzingsee. Mit einem relativ kleinen Team von insgesamt 6 Personen, wovon vier – Tobias, Claudia, Charlotte und Peter – als Kursteilnehmer dabei waren, Elke als Leiterin des Kurses und Sylvia einfach aus Freude am Skitourengehen, erreichten wir am Freitagabend die Hütte. Nachdem wir kurz vor Küchenschluss noch zu Abend gegessen haben, ging es auch schon direkt an die Planung des nächsten Tages. Im Vordergrund standen Techniktraining, LVS-Training und die Aussicht auf eine erste Skitour mit besten Wetteraussichten. Mit dem Kaltgetränk der Wahl stieg bereits die Vorfreude, an der auch die eisigen Temperaturen im Lager nichts ändern konnten.
Also ging es am Samstag direkt nach dem Frühstück an einen kleinen Hang unterhalb der Hütte und schon wurden fleißig Spitz- und Kickkehren geübt sowie das Auf- und Abfellen der Ski und auch kleine Abfahrten konnten genossen werden. Trotz kleinerer Schwierigkeiten, vor allem bei der Wahl des richtigen Beines, das man bei einer Spitzkehre zuerst umsetzen muss, war Elke zufrieden genug mit uns, um am Nachmittag auf eine erste kleine Tour hoch zum Roßkopf zu gehen. Vorher stand allerdings noch das LVS-Training auf dem Programm, bei dem lieber Vorsicht statt Eile geboten sein sollte. Mit den wichtigen Sicherheitsvorkehrungen frisch eingeprägt, steuerten wir also nach dem Mittagessen unseren ersten Gipfel an – Sylvia die denselben Berg bereits am Vormittag gemacht hat war nun auch mit von der Partie. Zuerst über einen verschneiten Waldweg, dann über offene Lichtungen ging es also hinauf, bis wir zu einer Gabelung des Weges kamen. Hier hatten wir die Wahl die übliche Route zu nehmen, die auf der ausgewiesenen Skitour blieb, oder aber nach links in einen kleinen Kessel zu gehen, in den nur eine Spur von Schneeschuhgängern führte. Ohne lange zu überlegen, entschieden wir uns für die spannender anmutende Variante und bogen nach links ab. Wenig später wurde dann aus einer einfachen Anfängertour eine etwas anspruchsvollere Runde durch steiles und später auch bewaldetes Gelände im schweren tiefen Schnee. Mit dem Spitzkehren-Training vom Vormittag noch im Muskel-Gedächtnis meisterten aber alle die Schlüsselstellen nahezu problemlos und schon waren wir am Gipfel angekommen. Allerdings war dieser nicht der, den wir ursprünglich geplant hatten, sondern der Nachbarberg, der Rotkopf. Also querten wir am Grat entlang zu unserem eigentlichen Ziel und standen kurz vor Sonnenuntergang oben am Roßkopf (1579 m). Mit einsetzender Dämmerung fuhren wir die Piste hinab und waren pünktlichst zum Abendessen wieder auf der Hütte.
Am Sonntag war feinstes Wetter mit Sonne pur vorhergesagt und wir starteten frühs auf der anderen Seeseite hinauf in Richtung der ehemaligen Taubensteinbahn. Leider ging es erstmal nur zu Fuß weiter, doch wenig später konnten wir die Ski anschnallen und waren bald schon an der Schönfeldalm. Während wir unsere Theorie nochmal auffrischten, bereitete Sylvia ein Lawinenszenario vor, damit wir beweisen konnten, dass wir wissen, was im Ernstfall zu tun wäre. Das eingegrabene LVS-Gerät wurde schnell und ohne Blessuren geborgen und wir entschieden uns den Gipfel des Tages in Angriff zu nehmen. Charlotte blieb derweil auf der Rauhkopfhütte zurück, da der Vortag alte Verletzungen bei ihr wieder zu Tage gebracht hatte. Die anderen fünf gingen weiter in Richtung Tanzeck und fingen mit der Sonne im Rücken bald schon ordentlich an zu schwitzen. Vom Tanzeck ging es weiter zum Jägerkamp, der mit 1746 m Höhe unser Tagesziel war. Bei bester Fernsicht genossen wir schließlich die Gipfelatmosphäre bevor wie die wohlverdiente Abfahrt in Angriff nehmen konnten. Der Schnee war zwar schwer und weich von der Sonne, doch das konnte uns den Spaß am Skifahren ebenso wenig nehmen wie die Ziehweg-Passage der ehemaligen Piste. Glücklich über den Tag und das ganze Wochenende waren wir gegen 15 Uhr wieder am Auto und konnten schließlich die Heimreise – inklusive Halt zum Pizzaessen – antreten.
Abschließend bleibt nur zu sagen, dass es ein wunderbares Wochenende war und nun den nächsten Skitouren nichts mehr im Wege steht. Vielen lieben Dank an Elke für die Planung, das Training, und den Spaß den wir die ganze Zeit über hatten!