Datum:
14.07.2023-16.07.2023
Autor:
S.Högner
Fotos:
Tourleiter:
Gerhard Zumach
Tour-Nr.:2023-T-15
Alpine Bergtour Stubaier Alpen
Alpine Bergtour in die Stubaier Alpen vom 14.7.-16.7.23
Teilnehmer: Andrea, Michael, Sabine, Gertrud, Peter, Monika, Siglinde und Lothar sowie Tourenleiter Gerhard Zumach.
1. Tag
Abfahrt am Vereinsheim war um 7 Uhr geplant. Diese verzögerte sich jedoch, da der VW-Bus unseres Tourenleiters ausgefallen war. So mussten wir uns und unser Gepäck auf zwei Autos verteilen. Das Wetter versprach gut zu werden und wir kamen nach einer anstrengenden und stauträchtigen Fahrt gegen 13.30 Uhr in Seduck auf 1.450m Höhe an. Unser Ziel, die Franz Senn Hütte, liegt auf 2.147m Höhe. Da im Sommer 2022 ein Bergrutsch stattfand, der die Zufahrtsstraße versperrt, mussten wir von Seduck zu Fuß zur Oberissalm auf alternativen Wegen aufsteigen. Von dort ging es über einen steilen Bergwanderweg zur Alpeiner Alm auf 2.017m. Der Hang war übersät mit vielen herrlichen Alpenpflanzen in Miniaturausgabe. Danach ging es weiter steil bergauf, am Alpeiner Bach entlang, zur Franz Senn Hütte. Ziemlich geschafft, kamen wir gegen 17 Uhr dort an. Es erwartete uns eine gemütliche Hütte mit guter Halbpension und neuen geräumigen Schlafkojen in Fichtenholz.
2.Tag
Am nächsten Morgen brachen wir nach einem ausgiebigen Frühstücksbuffet gegen 8.30 Uhr zum Aufstieg unseres Gipfels, dem Aperen Turm, auf. Es handelt sich um einen Berg mit 2.987m Höhe, gletscherfreiem Zustieg und herrlichem Blick auf die Gletschergipfel rundum. Es ging zunächst recht gemütlich am rauschenden Alpeiner Bach entlang, der sich in Mäandern durch das Tal schlängelt und von beiden Seiten von Gebirgsbächen gespeist wird. Über einen steilen Hang mit tosendem Wasserfall kamen wir zu einem Hinweisschild: Aperer Turm. Dann ging es nach rechts über einen steilen Moränenrücken, den wir bei starkem Wind passierten. So kamen wir in das weite Becken des Alpeiner Gletschers mit einem kleinen und großen Gletschersee. Dabei mussten wir ein Schneefeld überqueren. Nun ging es über viel Blockwerk steil hinauf zum Aperen Turm. Hier war Vorsicht geboten. Am Schluss mussten wir noch eine mit Fixseilen gesicherte Scharte überqueren, um auf das Gipfelplateau zu kommen. Dort erwartete uns eine herrliche Fernsicht und ein schönes Gipfelkreuz. Ein Eintrag ins Gipfelbuch musste sein! Da der Wind zu heftig war, trieb es uns wieder zum Abstieg. Nach 14 km und 880 hm kamen wir ziemlich erschöpft wieder an der Franz Senn Hütte an und gönnten uns eine warme Dusche. Danach ging es zum Abendessen mit Gulasch und Polenta.
3.Tag
Am nächsten Morgen entschieden wir, in Anbetracht des Wetters und der zu erwarteten Staus auf der Autobahn, nicht mehr zum Rinnensee aufzusteigen. Das wären zusätzlich vier Stunden Marsch gewesen. Wir stiegen deshalb gegen 9 Uhr ab und gelangten um 11 Uhr bei den Autos an. Obwohl das Wetter hielt, war die Entscheidung abzusteigen, richtig gewesen, da viel los war auf der Autobahn. Wir machten noch eine kleine Pause in Eching, wo gerade die 1.250-Jahr-Feier stattfand und gönnten uns ein Eis. Gegen 18 Uhr kamen wir dann in Ansbach an. Wir waren glücklich über diese gelungene Tour durch eine wunderbare, von Naturgewalten geprägte Landschaft mit Gletscherschliffen, Moränenrücken und tosenden Wasserfällen. Mit diesen Eindrücken verabschiedeten wir uns dankbar bei unserem Tourenleiter Gerhard.
Autorin: S. Högner