Datum:
17.06.-19.06.2022
Autor: Wolfgang Schleich
Tour-Nr.:2022-K-10
Freitag, 17.06.2022, 10.00 Uhr, Treffpunkt Ammerthal im Frankenjura Süd. Der Kurs von der Halle an den Fels bei Karin Steinert beginnt. Mit einer Mindestbesetzung von zwei Teilnehmern haben wir uns dazu entschieden, den ersten Tag unseres Kurses, der Brückentag des langen Wochenendes von Fronleichnam, an einem sehr ruhigen Spot, an der Ammerthaler Wand in der Oberpfalz zu verbringen, was sich als die absolut richtige Entscheidung herausstellte. Nach kurzem Aufwärmen, „Warmsichern“ und Warmklettern an einem kleinen Turm unmittelbar rechts der roten Wand, der schöne Routen für Anfänger bietet, ging es in die erste Übung des Umbauens zum Ablassen. Die Übung machte viel Freude, die Zeit verging sehr schnell und bald konnten wir Ablassen am Turm auf 8-10 Metern üben. Freude pur! Tatsächlich waren wir den ganzen Tag allein vor Ort und haben die herrliche Ruhe genossen. Die Ammerthaler Wand wurde kürzlich neu geschraubt und bietet schöne Leisten und Löcher. Abgerundet haben wir den ersten Tag im Biergarten in Fichtenhof (Portionen groß und lecker!). Am zweiten Tag haben wir uns für das Umbauen zum Abseilen dazu entschieden, den Signalstein anzufahren. Bei „Außentemperaturen“ (außerhalb des schattigen Buchenwaldes) von 34 Grad haben wir wiederum die Ruhe und kühle Temperatur genossen. Der Signalstein bei Dörfles, oberhalb vom Trubachtal inmitten vom Naturpark fränkische Schweiz, ist der optimale Felsen, um mit dem Klettern am Fels zu beginnen. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen ist dieser Anfängerfels super durchlöchert und bietet daher vor allem für Anfänger beste Griffe und Tritte beim Klettern und zum anderen kann der Signalstein auch über eine Treppe bestiegen werden, was für die Übung und Prüfung ideal ist. Wir machten die Kletterroute über den Südpfeiler mit der Schwierigkeit (III+), die gut abgesichert ist. Man kann an den vielen Löchern an den Sanduhren auch sehr gut zusätzliche Sicherungspunkte mittels Bandschlingen einrichten. Karin hat uns all ihre Tipps und Tricks weitergegeben und es war genügend Zeit, um die Abseiltechnik an einer Buche zu üben, für Fragen als auch Anekdoten. Mental herausfordernd war es, das erste Mal dann oben am Signalfels auf 12 Metern in den „Stand“ zu gehen bzw. als Sicherungspartner das „Seil freizumachen“. Wir haben es geschafft, nach mehrmaligem Üben am Fels haben wir die Prüfung abgelegt. Abgerundet haben wir den Kurs bei Oma Eichler mit einem herrlichen Apfelkuchen …
Danke Karin, danke Hans, für die zwei Tage Felskurs. Wir haben es alle sehr genossen und es waren wunderbare zwei schöne Tage am Fels. Jetzt heißt es üben, üben, üben!