Datum:
15.09.2022-18.09.2022
Autor: Marwin Kreiter
Fotos:
Harry, Marwin und Roland
Tour-Nr.:2022-T-27
1. Tagesetappe: Völs am Schlern (920m) – Schlernhaus (2450m) – Monte Pez (2563m), gesamt ca. 5,5 Std., 7,5km und ca. 1.650Hm Aufstieg
Um 6:00 Uhr startete unsere Gruppe (Elke, Hans, Harald, Manni, Marwin und Roland als Leiter) vom Ansbacher Parkplatz Messe aus Richtung Südtirol. Um 12:30 Uhr erreichten wir Völs am Schlern. Das Wetter vor Ort war sonnig, aber in den tieferen Lagen etwas schwül. Von Völs am Schlern genossen wir einen grandiosen Ausblick auf den Schlern, den wir besteigen wollten. Von unserem Parkplatz aus, neben der urigen Moarmühle, starteten wir unsere 4-tägige Genusswanderung.
Nach ca. 1,5 Stunden erreichten wir die Hofer Alm, auf der es einen ausgewachsenen Stiefelbaum zu bewundern gab. Danach wanderten wir über den Schäufele Steig steil hinauf zum Schlernhaus, das wir um 17:50 Uhr erreichten – eine sehr schöne großzügige Hütte. Nach dem Abendessen (leider gab es kein Schäufele!) erklommen wir noch den Hausgipfel Monte Pez, von dem aus sich der Rosengarten, unser Ziel der nächsten Tage, bei einem fantastischen Wolkenspiel zeigte.
2. Tagesetappe: Schlernhaus (2450m) – Tierser Alpl (2440m) – Grasleitenpasshütte (2600m) – Vajolet Hütte (2240m), gesamt 6,5 Std., 11,3km, Aufstieg 835Hm, Abstieg 1035Hm
Der Tag begann mit einem sehr ausgiebigen Frühstück, bestem Wetter und einem Neuzugang. Stefanie, eine freundliche und sehr sympathische Einzelwanderin, sollte uns von nun an bis zur Rotwandhütte begleiten. Die erste Etappe führte uns über ein Hochplateau zum Tierser Alpl.
Dort verbrachten wir auf der Sonnenterrasse unsere Mittagspause, um dann gestärkt zur Grasleitenpasshütte weiterzugehen. Auf dem Weg dorthin durchquerten wir einen wunderschönen Kessel – steil im Geröll runter, steil im Geröll wieder rauf, – welcher allerdings etwas Geschick beim Finden eines Weges erforderte, da die vorhandenen Wege von Sturzbach-Abgängen durchzogen waren.
Nach einem etwas steileren Anstieg trafen wir auf der Grasleitenpasshütte ein. Dort war ein großes Hallo, denn wir trafen „zufällig“ auf Peter Jörg, den Tourenreferenten des DAV Ansbach, den ein Urlaubsabstecher zum Klettern mit seiner Frau hierher geführt hatte. Hier kündigte sich schon ein Wetterumschwung an und es wurde kälter. Nach einem kurzen Aufenthalt brachen wir zur Vajolet Hütte auf, nur noch ein kurzer Spaziergang bergab.
3. Tagesetappe: Vajolet Hütte (2240m) – Rifugio Negritella (1980m) – Rotwandhütte (2280m), ca. 18 km, Abstieg 700Hm, Aufstieg 740Hm, diesmal nicht nach Plan
Nach einer stürmischen Nacht und einem Blick aus dem Fenster mussten wir feststellen, dass es geschneit hatte. Es waren ca. 15 cm Neuschnee gefallen, welche uns einen Strich durch unsere ursprüngliche Planung (Tschager Joch – Rosengartenhütte – Vajolonpass – Rotwandhütte) machten.
Da die hoch gelegenen Pässe verschneit waren, mussten wir zum Refugio Gardeccia absteigen und – nach einem kleinen Irrweg mit unplanmäßigem Abstieg – um einen Ausläufer des Rosengartens herum zum Refugio Negritella wandern.
Nach einer Einkehr dort ging es hinauf zur Rotwandhütte, welche wir gegen 15:30 Uhr erreichten. Der Ausfall des Höhepunkts unserer Wanderung, wurde durch die wunderschöne gezuckerte Landschaft etwas ausgeglichen. Wir begleiteten Stefanie noch auf ihrem weiteren Weg bis zum Denkmal Theodor-Christomannos und verabschiedeten uns dort von ihr.
Den Abend auf der Rotwandhütte nutzte ich, um meinen Einstand beim DAV Ansbach mit einer Runde Willi zu feiern.
3. Tagesetappe: Rotwandhütte (2280m) – Karerpass (1750m) – nach Hause,gesamt 2 Stunden Laufzeit mit ca. 4km und Abstieg 570Hm
Der Abstieg zum Karerpass war von gutem Wetter geprägt, zudem relativ kurz und einfach. Vom Karerpass fuhren wir mit dem Bus zurück nach Völs am Schlern, wo wir noch ein ausgiebiges Mittagessen genossen. Dann gab es noch einmal ca. 20 Minuten Aufstieg zum DAV-Bus. Die Heimreise ging zügig und ohne Vorkommnisse von statten.
In diesem Jahr durften wir eine einmalig schöne Tour unter der Führung von Roland erleben. Die Etappen waren schön und sehr gut geplant. Die außergewöhnlich schöne Landschaft, die tollen Hütten und die harmonierende Gruppe trugen dazu bei, dass uns diese Tour unvergesslich bleiben wird!
An dieser Stelle vielen Dank an Roland für die großartige Zeit, auch im Namen von allen anderen Tourenteilnehmenden – Elke, Hans, Harald und Manni.
Da uns Roland mit seinen Psalmen unterwegs zum Nachdenken und Genießen gebracht hat, möchten ich hier an dieser Stelle auch ein Gedicht hinterlassen:
Es blühen die Blumen in buntem Schein;
Sie laden zum Flattern und Kosen uns ein!
So lieblich ihr Duft!
So linde die Luft!
Vergessen ist gestern,
Und morgen ist weit!
Lasst heut uns genießen
Die goldene Zeit!
(Heinrich Seidel)