Datum:
01.09.-04.09.2022
Autor:
Jürgen Zeller
Foto:
Tour-Nr.:2022-T-25
Teilnehmer: Bernd Seßler (Tourleiter), Ronald Berndt (Tourleiter), Gerhard Ammon, Harald Distler, Hermann Faulstich, Hans Schlund, Michael Schneider, Jürgen Zeller
Tag 1
Abfahrt Ansbach – Klettersteig Reit im Winkl – drei Klettersteige bei Weißbach – Ankunft Zell am See
Unser erster Stopp auf der Fahrt war Reit im Winkl, dort konnte man nach kurzem Zustieg den Klettersteig am Hausbachfall durchsteigen. Wir fuhren weiter nach Weißbach. Dort warteten die „Gams Kitz“, die „Zahme Gams“ und die „Weiße Gams“ auf eine Durchsteigung. Nebenan hätte noch die „Wilde Gams“ gewartet, aber es bestand Einigkeit in der Gruppe, die „Wilde Gams“ nicht zu zähmen. Abends bezogen wir noch unser Apartment in Zell am See/Ortsteil Schüttdorf. Quasi im gleichen Gebäude gab es ein sehr gutes Restaurant, das „Slow Down“. Bei einem guten Essen ließen wir den Tag ausklingen. 22:00 Hüttenruhe!
Tag 2
Hochfahrt Mooserboden Stausee – zwei Klettersteige neben Staumauer an der Höhenburg – Klettersteig auf der Staumauer (MoBo107) – Hochfahrt zur Bergstation am Kitzsteinhorn
Heute wurde die Sommerkarte, welche beim Apartment dabei war, erschöpfend ausgenutzt! Los gings mit der Fahrt nach Kaprun zum Mooserbodenstausee. Vom Tal wurde man mit dem Bus zu einem Schrägaufzug hochgefahren und im Anschluss nochmals mit dem Bus zu den beiden Stauseen.
Neben der oberen Staumauer, an der sogenannten Höhenburg, befinden sich drei Klettersteige. Zwei davon durchstiegen wir. Den Klettersteig mit dem Überhang ließen wir lieber sein. Das eigentliche Highlight am Mooserbodenstausee ist jedoch der Klettersteig auf der Staumauer. Zwar technisch nicht besonders anspruchsvoll (B/C), hat es doch seinen eigenen Reiz, eine Staumauer hoch zu kraxeln.
Nachmittags fuhren wir mit der Seilbahn auf das Kitzsteinhorn. Eigentlich wollten wir dort den Gipfelgrat hochsteigen, aber da die letzte Gondel bereits um 15:30 Uhr talwärts fuhr, reichte die Zeit dazu nicht mehr. Außerdem hatte sich der Gipfel inzwischen in Wolken verhüllt. Das Kitzsteinhorn ist zum einen komplett mit Gondeln und Seilbahnen zugebaut und zum anderen sind von dem Gletscher, weswegen der ganze Verbau vermutlich erfolgte, nur noch Reste vorhanden. Trotzdem war es ein ereignisreicher und aufregender Tag mit vielen neuen Eindrücken.
Tag 3
Fahrt zur Kitzlochklamm – drei Klettersteige in der Klamm
Bei bestem Wetter fuhren wir zur Kitzlochklamm, in welcher sich drei sehr gut gebaute Klettersteige befinden. Der höchste Schwierigkeitsgrad war D. Man hätte eine Variante mit dem Schwierigkeitsgrad E/F wählen können, aber aus unerfindlichen Gründen hat sie keiner von uns durchstiegen. Den Abschluss bildete eine Seilbrücke in luftiger Höhe.
Es war äußerst reizvoll in dieser tollen Landschaft den Tag zu verbringen. Neben der abwechslungsreichen Kletterei gab es in der engen Klamm auch immer wieder schöne Ein- und Ausblicke.
Tag 4
Abfahrt Zell am See – Klettersteig bei Hüttschlag – Ankunft Ansbach
An diesem Tag wartete noch ein richtiges Brett auf uns! Der Franzl Klettersteig verläuft über 350 Höhenmeter. An der Schlüsselpassage teilt sich der Klettersteig, so dass man entweder ein Stück mit der Schwierigkeitsstufe D oder mit der Schwierigkeitsstufe D/E wählen kann. Kurz vor dieser Teilung befand sich jedoch ein Schild mit dem Hinweis, dass es nicht empfehlenswert sei, bei Nässe die D-Variante zu wählen. Dann also D/E! Zur Sicherheit hat uns Bernd mit einem Seil zusätzlich gesichert, was nicht übertrieben war!
Aber alle, die nicht vorher schon den Notausstieg gewählt hatten, kamen ohne Sturz nach oben. Anschließend erfolgte die Heimreise und zur Abrundung gönnten wir uns noch ein leckeres Abendessen in einem griechischen Lokal in Ansbach. Ein toller Ausflug! Vielen Dank an Bernd, der die Klettersteige genau richtig für unsere Ansprüche ausgewählt hat!