Datum:19.06. – 23.06.2019
Autorinnen: Monika Kübrich und Stilla VogtFotos: –
Tour-Nr.:2019-T-13
Teilnehmer: Christine G., Christine K., Daniela, Gabi, Gertrud, Hans, Heidi, Hildegard, Mario, Monika, Sabine, Stilla, Volker
Die ursprünglich geplante Tour im Rätikon und Montafon konnten wir nicht gehen, weil durch den kalten Monat Mai noch Schnee über 2000 m lag und somit einige Hüttenwirte ihre Öffnungszeiten verschieben mussten. Demnach plante Christine die Tour über den Meraner Höhenweg und alle 13 waren begeistert.
Am 19.06. trafen sich die „Wilde 13“ (10 Frauen und 3 Männer) pünktlich um 5:30 Uhr und mit zwei Kleinbussen fuhren wir nach Südtirol. Mit sonnigen Temperaturen starteten wir unsere erste. Etappe. Sie führte uns von Gfeis (1381 m) zum Langfallhof (1075 m) im Spronser Tal und hinauf zum Talbauer Hof (1200 m). Wir genossen den räumlichen Komfort, das neu eingerichtete Matratzenlager mit frischer Bettwäsche, das deftige Abendessen auf dem Balkon mit einem gigantischen Blick auf das nächtlich beleuchtete Meran.
Der zweite Tag führte uns vom Talbauer weiter zum Hochmut (1361 m) – Hans-Frieden-Weg – Leiteralm (1522 m) – Hochgangshaus (1839 m) – Tablander Alm (1788 m) zur Nasereithütte (1522 m). Am Nachmittag zog dann ein Gewitter mit Regen auf, das sich aber bald verzog und nur noch etwas Regen übrig ließ, also konnten wir unseren Weg fortsetzen. An der Nasereithütte angekommen, hörten wir das Rauschen der Wasserfälle, die dann einige auf Anraten der Hüttenwirtin näher besichtigten – ein gigantischer Anblick. Wir waren auch wieder überrascht von den schönen Südtiroler Hütten.
Gut gestärkt nach dem wunderbaren Frühstück starteten wir am dritten Tag auf den Giggelberg (1523 m), wo gleich einige der Gruppe die Liegestühle in Beschlag nahmen und der andere Teil ein nahe gelegenes Gipfelkreuz stürmte. Nun ging es weiter gen Hochforch (1555 m) – Pirchhof (1445 m) – über die Hängebrücke zum Grubhof (1377 m) – Galmein (1384 m) – Innerforch (1470 m) – Linthof (1484 m). Hier wurden wir am Nachmittag wieder vom Regen erfrischt und kamen trotzdem gut gelaunt am Patleidhof (1386 m) an. Nachdem wir auf der Hausterrasse von der Sonne begrüßt wurden, lud uns diese zu einem kleinen erfrischenden Getränk ein. Vor dem Abendessen bezogen wir unsere Quartiere. Wir Frauen waren sehr überrascht von den schnuckligen Kammern, die wir beziehen durften und fühlten uns um mindestens zwei Jahrhunderte zurückversetzt. Am Morgen darauf weckte uns das Geräusch des Dauerregens am Hausdach.
Mit Regenklamotten starteten wir am vierten Tag. Durch den Dauerregen (na gut: ein paarmal dachten wir, der Himmel reißt auf) liefen wir gefühlt durch mystische Gegenden. Die Nebelschwaden stiegen nach oben und ließen kleinere Ortschaften verschwinden und wie durch Zauberhand waren sie wieder da. Unser Weg führte vom Patleidhof (1386 m) weiter zum Lindthof (1484 m) -Innerunterstell (1470 m) – Kopfron (1436 m) – Untervernatschhof (1495 m) – Montfert (1595 m) – Vorderkaser (1698 m). Am Vorderkaser machten wir nun eine kleine Pause um unsere Sachen etwas zu trocknen und uns zu stärken. Anschließend ging es weiter Richtung Mitterkaser (1954 m) – Rableidalm (2004 m) und letztendlich bei Sonnenschein und herrlichem Bergpanorama erreichten wir unsere Übernachtung im Eishof (2076 m) Die junge Crew servierte uns ein ausgezeichnetes 3-Gänge-Menü. Mit Rotwein und Bier, Gitarrenmusik und Gesang ließen wir den Abend ausklingen.
Die Sonne im Rücken verließen wir am letzten Tag unserer Tour den Eishof und gingen zurück zum Vorderkaser, wo unsere Autos auf uns warteten.
Wir fuhren noch ins Schnalstal zum Vernagtstausee, um dem Ferienende auf Deutschlands Straßen ein Schnippchen zu schlagen. Die herrliche Berglandsaft genießend marschierten wir hoch zum Finailhof (1952 m). Gestärkt mit gutem Essen, Trinken, Kaffee und Akkordeonmusik machten wir uns auf den Rückweg und kamen dabei an wunderbaren, herrlich blühenden Sommerwiesen vorbei.
Ein Satz auf diesem Weg von Christine ging mir persönlich emotional sehr nahe: „Dort drüben kommen die Alpenüberquerer vom Ötztal runter.“
Um 15 Uhr machten wir uns nach fünf traumhaften Wandertagen im malerischen Winkel der Texeltruppe auf den Heimweg. Südtirol ist immer wieder eine Reise wert. Ohne größeren Stau hatten wir unser auch sehr schönes Frankenland um 21:45 Uhr wieder erreicht. Die „Wilde 13“ is back.
Danke, Christine für die schöne Tour, bzw. für die gelungene alternative Routenänderung.