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Höhenweg in vier Tagen rund um den Königsee

12.08.2018 - 15.08.2018
Autor: Jörg Walde
Tour-Nr.: 2018-06-20

Kurz vor Beginn der Sommerferien und noch ohne konkrete Urlaubspläne, das Reisebudget für dieses Jahr aber schon weitgehend ausgeschöpft, erreichte mich via E-Mail die Nachricht vom DAV: „Genuss-Wanderung 1000 m über dem Königsee mit spektakulären Ausblicken. […] Auch für (Wieder-)Einsteiger mit guter Kondition geeignet. Noch Plätze für Nachrücker frei!“ Spontan griff ich zum Telefonhörer und fand mich zwei Wochen später in einer äußerst netten und bunt gemischten Wandergemeinschaft aufgenommen. 

Los ging es am Sonntagmorgen um 7 Uhr mit dem DAV-Bus und einem Privat-PKW vom Parkplatz an der Schalkhäuser Straße Richtung Süden. Am Königsee (603 m) bei schönstem Sonnenschein angekommen, dann ein kurzer Spaziergang zum Malerwinkel, ehe wir Höhenmeter um Höhenmeter und die Menschenmassen am Ufer hinter uns ließen. Am späten Nachmittag gelangten wir nach einem schweißtreibenden Aufstieg schließlich glücklich an der Gotzenalm (1685 m) an. Nur wenige Schritte weiter bergan bot sich dann für den müden Wanderer vom Feuerpalfen tatsächlich ein grandioser Blick hinab auf den See sowie hinüber auf die imposante Watzmann-Ostwand dar. 

Woher die „Wasseralm“ wohl ihren Namen hat

Am nächsten Tag ging es auf Bergpfaden hinauf und hinab, unterwegs mit herrlichem Blick auf den Obersee und Königssee, zur idyllisch gelegenen Wasseralm (1423 m). Woher diese ihren Namen wohl hatte, erschloss sich dabei zunächst nicht, denn nur ein ausgetrocknetes Bachbett führte an der Hütte vorbei… Für ganz Unentwegte hieß es nach einer kurzen Rast von hier aus indes noch weiter aufwärts zum Großen Teufelshorn (2363 m). Trotz veranschlagter Gehzeit von 3 1/2 Stunden und kleineren Kraxeleien war der Gipfel mit etwas sportlichem Ehrgeiz aber noch gut zu erklimmen, so dass man rechtzeitig zum Abendbrot wieder bei der Hütte war. (Anmerkung der Tourenleitung: Am Gipfel kam nur der Autor selbst an – die anderen kehrten auf 2010 m um.) Nun fing es allerdings an, sich einzuregnen und ein Wasserfall neben der Hütte klärte am nächsten Morgen endgültig die Namensfrage. Auf dem Weg zum Kärlinger Haus hieß es dann: Pelerine an, Pelerine aus, Pelerine an…. Dennoch nutzten einige ganz hart Gesottene die Pausen, um sich ins kühle Nass des am Wege gelegenen Grünsees zu stürzen. Leider war durch das diesige Wetter auch der Blick vom Halsköpfl verhangen, so dass die ansonsten gewiss großartige Aussicht hier mehr der Fantasie überlassen war. Am Ziel Kärlinger Haus (1638 m) verspürte daher auch niemand mehr Lust auf einen weiteren Gipfel und alle verbrachten lieber einen gemütlichen Nachmittag in der Hütte. Nur ein paar Unerschrockene nahmen noch ein Bad im Funtensee. 

Die Saugasse bergab zum „Badeparadies“ Königsee

Am vierten und letzten Tag ging es schließlich die sogenannte „Saugasse“ steil bergab gen St. Bartholomä. Mittlerweile hatte auch das Wetter wieder aufgeklart und der Königsee übte so eine magische Anziehung auf die badelustige Wandergemeinschaft aus. Daher zog es ein Großteil vor, den Rest des Nachmittags am See zu verbringen, während nur eine kleine Truppe den Abstecher zur absolut sehenswerten Eiskapelle unterhalb der Watzmann-Ostwand unternahm. Abschließend sei Birgit und Roland für ihre kompetente, integrative und den Bedürfnissen aller Teilnehmer gerecht werdenden Leitung sowie für das diplomatische Geschick gedankt, mit dem sie in den Quartieren die besten Plätze für uns heraushandelten.

 

Gruppenbild am Malerwinkel
Malerwinkel
Blick vom Feuerpalven
Abmarsch von der Gotzenalm
Weg zur Wasseralm
Blick von der Hanauerlaubwand
Umkehrpunkt am Großen Teufelshorn
Blick vom Großen Teufelshorn
Kein Blick vom Halsköpfl
Abstieg in der Saugasse
Eiskapelle