Diese Website verwendet Session-Cookies, um die Funktionalität der Website zu gewährleisten. Diese sind für die Nutzung der Website notwendig. Weitere Cookies werden nicht eingesetzt. Sie akzeptieren unsere Cookies, wenn sie fortfahren, diese Website zu nutzen. Ausführliche Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Hinweis schließen

Tauern von Krimml in die Reichenspitzgruppe

14.09.2018 - 16.09.2018
Autor: Volker Wendrich
Tour-Nr.: 2018-06-55

Zunächst zu mir: Ich bin 58, seit Juli erstmals im DAV, meine erste Hüttenwanderung, wenig Erfahrung in den Bergen.

Abfahrt am Freitag früh kurz nach 7 Uhr, es war kühl und bedeckt. Gegen Mittag erreichten wir mit dem DAV-Bus ohne Probleme Krimml, die Parkplatzsuche nahm noch etwas Zeit in Anspruch. Auf 1067m Höhe begann unsere Wanderung.

Die Krimmler Wasserfälle sind mit einer gesamten Fallhöhe von 385 m die höchsten Wasserfälle Österreichs. Sie befinden sich am Rand des Ortes Krimml im Nationalpark Hohe Tauern. Gebildet werden sie durch die Krimmler Ache, die am Ende des hoch gelegenen Krimmler Achentals in drei Fallstufen hinunterstürzt. (Wikipedia)

Aufgrund des Wetters und Wochentages gab es nur wenige Besucher an den ansonsten wohl gut besuchten Wasserfällen. Die Wassermenge ist im Frühjahr sicher noch beeindruckender, aber dadurch, dass das Wasser immer wieder auf Felsen trifft, wirkt die schneeweiße Wassermenge richtig groß. Wir gingen an den Wasserfällen entlang  das Tal der Krimmler Ache hoch, immer wieder gab es beeindruckende Blicke auf die Fälle. Im oberen Tal waren viele Weiden, schöne Holzhäuser. Auch ein kleiner Bergsalamander lief auf dem Weg.

Das Krimmler Tauernhaus auf 1622 m Höhe erreichten wir gegen 18:15 Uhr, Wellnessbereich und Abendessen gab es beides nur bis 19 Uhr, da schwankt man, was einem wichtiger ist. Ich habe einen kurzen Abstecher in den Wellnessbereich benutzt, um mich wieder wohler zu fühlen. Das Abendessen war sehr gut. Das Tauernhaus ist frisch renoviert, großzügig, hell, eine gute Mischung aus Hotel und Berghütte. Untergebracht waren wir in einem 10er Lagerzimmer mit großzügigem Platz. Erstaunlicherweise war die Nacht sehr ruhig.

Samstag: schönster Sonnenschein.

7:30 Uhr Frühstück mit sehr reichhaltigem Büffet, die Eier durfte jeder selbst kochen.

8:30 Uhr Abmarsch, gleich mit anstrengendem Aufstieg in das Rainbachtal. Meine mangelnde Kondition machte sich bemerkbar, aber Roland hat entsprechende Rücksicht genommen. Herrliche Wege gingen wir durch das weite Tal. Blaubeeren luden noch zum Naschen ein, aber die Gruppe sollte nicht verlassen werden. Schließlich sahen wir über uns die Richterhütte, die derzeit renoviert wird sowie den dahinterliegenden Gletscher an der Richterspitze. Ein Murmeltier konnten wir bewundern, es hatte nur wenig Angst. Von anderen hörte man nur die Pfiffe.

Die Mittagspause verbrachten wir auf einem sonnigen Hügel, begleitet von Psalm 121 „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat“.

Wir stiegen einen Geröllhang hinauf, es ist erstaunlich, wie die Wegebauer es schafften, den Weg möglichst eben oder mit gut begehbaren Stufen mittels der großen Steine zu bauen oder vorhandene Steine gut zu nutzen. Über die Rosskarscharte stiegen wir über Blockgestein auf zu unserem höchsten Punkt, dem Rosskopf mit 2847m. Eine herrliche Sicht ringsum konnten wir genießen. Beeindruckende Schutt-Moränen waren zu sehen, die ein sich zurückziehender Gletscher übriggelassen hat. Beim Abstieg ließen sich drei Steinböcke, die keine Angst hatten, betrachten und fotografieren.

Gegen 17 Uhr kamen wir auf der Zittauer Hütte an auf 2328 m, sie ist 2001 renoviert und stark vergrößert worden. Eine heiße Dusche und ein perfektes Abendessen weckten neue Kräfte. Wir spielten noch „6 nimmt“. Nachts versank alles schnell im Nebel.

Sonntag: herrlichster Sonnenschein, nur ein paar Nebelreste im Tal, schöner Blick in das Wildgerlostal und auf die Gletscher um die Reichenspitze.

Um 7 Uhr trafen wir uns zum Frühstück am Buffet, um 8 Uhr war Abmarsch, kalter Wind vom Tal zog herauf, keine Wolke am Himmel, die Sonne beschien die Gletscher gegenüber. 600 m Abstieg in das Wildgerlostal an einer steilen Felswand, doch es war ein gut gangbarer Weg. Überwältigend war der Blick von unten auf die Felswand und den Wasserfall.

An der Trissalm begann wieder der Aufstieg, um den Höhenrücken nach Krimml zu überwinden. Bei herrlichem Ausblick auf der Höhe hörten wir bei einer Pause Psalm 25. Auf höhengleichem Weg ging es bequem weiter bis zum steilen Abstieg ins Tal bei Krimml. Zum Mittagessen aus dem Rucksack hatten wir einen schönen Blick auf die umliegenden Berge und das Salzachtal. Gegen 15 Uhr erreichten wir unseren Bus, mit einem Stau am Irschenberg waren wir um ca. 20:30 Uhr wieder glücklich in Ansbach gelandet.

Es war eine sehr schöne Tour, wir hatte eine gute Gemeinschaft, gute Gespräche, bestes Wetter und eine beeindruckende Bergwelt gesehen. Vielen Dank für die gute Planung an Roland!

Start in Krimml
Krimmler Wasserfälle
Krimmler Tauernhaus
Rast im Roßkar
Roßkopf
Steinbock
unsere Steinböcke
Zittauer Hütte
Blick ins Wildgerlostal
Reinbachtal