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Alpine Wanderung auf den Herzogstand

16.06.2018 - 17.06.2018
Autor: Ilona Kleinhenz
Tour-Nr.: 2018-06-52

Gratwanderung mit grandioser Aussicht

Einen hochkarätigen Klassiker in den bayerischen Voralpen hatte Tourleiter Johannes für die Teilnehmer der alpinen Wanderung im Programm: vom Walchensee auf den Heimgarten und über den Grat zum Herzogstand.

Postkartenidylle früh am Morgen: am spiegelglatten, türkis leuchtenden Walchensee entlang  laufen wir vom überfüllten Parkplatz einige Kilometer bis zur Talstation der Herzogstandbahn. Noch ziehen der See und ein paar kleine Fischerboote die Aufmerksamkeit auf sich, doch spätestens am Ausgangspunkt richten sich die Blicke nach oben Richtung Heimgarten (1790m), unserem ersten Ziel.

Schattiger Aufstieg an einem heißen Julisamstag

Das erreichen wir nach gut zweieinhalb Stunden Aufstieg durch schattige Waldanstiege, wobei sich immer wieder Lücken auftun, die eine super Aussicht zulassen: auf den Grat zwischen Heimgarten und Herzogstand, beeindruckend von hier unten, quasi auf halbem Weg, aber auch auf den Walchensee, den wir immer weiter unter uns zwischen den dunkelgrünen Bäumen lassen. Am Wegrand stehen farbige Begleiter, wie etwa Knabenkraut oder Rotes Waldvögelein, beides Orchideenarten. Das letzte Stück zum Heimgarten ist relativ steil und neben den Höhenmetern bringen die hochsommerlichen Temperaturen die Gruppe ins Schwitzen. Die Mittagsrast will ja auch verdient sein!

Gratwanderung zum Herzogstand

Vom Heimgarten aus sieht der Gratweg hinüber zum Herzogstand spektakulär aus, ist aber dank Stahlseilsicherungen, die eigentlich nicht nötig sind (eher bei Nässe), bestens abgesichert. Auf dem Grat geht es immer wieder bergauf und bergab, Kochelsee zur Linken, Walchensee zur Rechten und den Pavillon auf dem Gipfel des Herzogstandes  (1731m) immer vor uns. Das letzte Stück ist etwas steiler, aber bald stehen alle am Gipfelpavillon und genießen die Aussicht ringsum. Nicht nur der Guffert, dessen Fels so weiß leuchtet, als sei er schneebedeckt, sondern auch der Jochberg, das Ziel für den nächsten Tag, ist hier perfekt zu sehen; daneben auch Karwendel, Krottenkopf und viele mehr. Auf einem breiten Weg geht es nun zum Berggasthaus Herzogstand, wo wir schon bald die vom „königlich bayrischen Hofkoch“ zubereiteten Spinatknödel probieren. Und wieder zieht die umgebende Bergwelt von Karwendel und Co. die Blicke auf sich – eine Vorstufe des „Alpenglühens“.

Aller guten Gipfel sind drei: Jochberg

Der Sonntag beginnt mit einem Sonnenaufgang wie man ihn sich nur wünschen kann. Gute zwei Stunden später ist für uns der (R)untergang angesagt: Abstieg zum Parkplatz. Der geht flott und so können wir uns noch das letzte Ziel vornehmen, den Jochberg (1565m). Dieser Berg liegt genau zwischen Kochel- und Walchensee und ist einfach zu erwandern. Dennoch wollen auch diese gut 700 Höhenmeter bewältigt sein und nicht alle aus der Gruppe wollen mit zum Gipfel kommen. Dort oben erscheint der Walchensee im Vergleich zum Tag zuvor trist grau, die dunklen Wälder unter den tiefhängenden Wolken sehen eher schwarz als tannengrün aus. Wir haben aber Glück und das Wetter „hält“, so dass wir noch auf der Jochbergalm eine Einkehr einlegen können, bevor wir absteigen und die Heimfahrt antreten: nach einem schönen Tourenwochenende mit insgesamt drei Gipfeln. Die von Johannes perfekt geplante und betreute Tour ist ein reizvoller „Klassiker“, den man immer wieder erwandern mag, noch lieber mit so vielen netten Gesprächen beim und nach dem Wandern, wie es in dieser Gruppe der Fall war.

Vielen Dank!                                                                                                           

Blick von der Herzogstandhütte
Gruppe auf dem Weg zum Herzogstand
Herzogstand mit Walchen- und Kochelsee