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Mehrtageswanderung im Naturpark Schwalm-Nette

31.05.2018 - 03.06.2018
Autor: Beate König
Tour-Nr.: 2018-06-14

Am Fronleichnamstag um 09 Uhr ging es am Vereinsheim los. Gegen die Staurichtung fahrend, erreichten wir (Beate, Walter, Herrmann und Stephan) am frühen Nachmittag problemlos unsere Unterkunft für drei Nächte, die Zirkusjugendherberge Nettetal-Hinsbeck.

Es war sehr heiß und wir spazierten zur zwei Kilometer entfernten Biologischen Station Krickenbecker Seen. Sie ist eine von rund 40 derartigen Stationen in Nordrhein-Westfalen und betreut Schilfflächen an den Krickenbecker Seen, Heide- und Moorlandschaften im Elmpter Schwalmbruch, den Brachter Wald und mehr. Das Informationszentrum informiert über die Geologie des Nettetals und die dort heimische Tier- und Pflanzenwelt.

Nach dieser ersten, noch sehr theoretischen Information über den Naturpark ging es zum warmen Abendessen in die Jugendherberge. Den Abend verbrachten wir mit wenig ambitionierten Versuchen, über das Zirkusseil zu balancieren sowie sehr ambitionierten Versuchen, zwei Skatunkundigen dieses schöne Kartenspiel beizubringen – mit viel Gelächter und wenig Erfolg.

Bäume bestimmen und wandern im Regen

Am Freitag, dem ersten „richtigen“ Wandertag, begann es nach einer Stunde stark zu regnen und wir erreichten die Jugendherberge nach 20 Kilometern völlig durchnässt und aufgeweicht. Unser Weg hatte uns von Brüggen Born um den Borner See, an der Schwalm entlang, am Venekotensee und Elmpter Schwalmbruch vorbeigeführt. Wir bestimmten immer wieder Baumarten (teilweise konnten wir auf Wissen früherer Wanderungen mit Stephan zurück greifen) und erfreuten uns an der Natur- und Wasserwelt.

Blick nach Holland

Am Samstag starteten wir am Naturschutzhof Nettetal und wanderten bei bewölktem Himmel aber ohne Regengüsse um den kleinen De-Witt-See, an der Nette entlang um den Windmühlenbruch und zurück zur Krickenbecker Seenplatte. Dort beobachteten wir von einem Beobachtungsturm aus das Leben auf den Seen.

Weiter führte uns der Weg zum 29 m hohen Aussichtsturm auf dem Taubenberg, von dem aus wir einen weiten Blick über die Krickenbecker Seen bis nach Holland hatten. Zurück am Naturschutzhof belohnten wir uns mit Kaffee und Kuchen im idyllischen Innenhof.

Einst Munitionslager, heute Naturschutzgebiet

Vor der Rückfahrt am Sonntag wanderten wir noch eineinhalb Stunden im Naturschutzgebiet Brachter Wald, das bis 1996 das zeitweise größte europäische Munitionsdepot der Britischen Rheinarmee war. Deshalb blieb in dem 1.250 Hektar großen Gebiet ackerbauliche Nutzung aus und es hatte sich eine wunderschöne, strukturreiche Landschaft entwickelt. Man möchte wieder kommen, um die Heide blühen zu sehen! Die sichtbarste Wildpflanze während unserer Tage am Niederrhein war der Fingerhut, der große Flächen am Wald mit seinen Rosatönen schmückte.

Es war eine Horizont erweiternde Erfahrung für uns, in  Westmitteldeutschland eine so schöne Landschaft kennenzulernen.

Wir danken Stephan dafür.

Gruppenfoto
Starker Anstieg der Schwalm durch Dauerregen
Ausgehöhlte Kopfweide
Totholz-Biotop am Kleinen De Witt See
Fingerhut-Ensemble im Monitionsdepot