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Wandern und Genießen in Istrien

28.04.2018 - 05.05.2018
Autor: Patricia Polster
Tour-Nr.: 2018-06-12

Berge und Meer in der Toskana Kroatiens

Istrien ist die größte Halbinsel der Adria und liegt in der westlichen Region der Republik Kroatiens. Die wellenförmige Landschaft mit grünen, blühenden Wiesen, Weinbergen und Olivenhainen, sowie kleine, mittelalterliche Orte, die auf Hügeln liegen, erinnern ein bisschen an die Landschaft der Toskana. Hier gibt es Wein, Trüffel, Schinken und Olivenöl. Vor allem Trüffel gibt es hier sehr viel, man findet ihn auf jeder Speisekarte in den verschiedensten Zubereitungen.

Am Samstag, den 28.4. ging es frühmorgens um 4:30 Uhr los. Treffpunkt war Heilsbronn. Mit dabei waren Christine und Harald, Christine und Robert, Doris und Michael, Patricia und Norbert, Wolfgang, Hildegard, Karin G., Karin K., Luise und Heidi. Nicht zu vergessen unsere Vierbeiner Maylo und Tassilo. Zwei Kleinbusse wurden vollgepackt und es ging Richtung Istrien nach Motovun. Gegen 15:00 Uhr hatten wir unser Ziel erreicht. Motovun ist eine mittelalterliche Stadt im Landesinneren und erhebt sich südlich des Tals des Flusses Mirna. Das ehemalige Kastell liegt auf einem Hügel und stammt noch aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Unterhalb der Stadt, am Hang gelegen, erwartete uns die Villa „Dolce Vita“ mit Swimmingpool, die alle Erwartungen übertraf. Wir wurden auf das herzlichste von Frau Lili, ihrem Mann Walter und zwei Enkeltöchtern empfangen. Sie führten uns durch das Haus und erklärten uns alles. Zur Begrüßung standen auf dem Tisch ein Teller mit selbstgebackenen Keksen und zwei Flaschen Wein. Nach Verteilung der Zimmer, alle sehr liebevoll eingerichtet, und Gepäck ausladen trafen wir uns zum Kaffee trinken auf der Terrasse. Es gab eine kleine Vorstellungsrunde zum näheren Kennenlernen. Gegen 18:00 Uhr war Aufbruch in die Stadt zum Abendessen. Dazu ging es über ca. 1052 Stufen bergauf, über steinige Wege, durch kleine Gassen, vorbei an schönen mittelalterlichen Häusern und schön angelegten Gärten. In einer Taverne konnten wir im Freien sitzen mit Blick weit über das Tal und den Sonnenuntergang. In der Ferne war sogar das Meer als weißer Streifen zu erkennen. Nachdem wir gesättigt waren und den Abstieg -teils mit Taschenlampen- geschafft hatten, gingen wir alle sehr müde zu Bett und freuten uns schon auf den kommenden Tag.  

 

Sonntag: Nach einem guten Frühstück -danke nochmal an unsere Frühaufsteher, die den Frühstückstisch so toll gedeckt und Kaffee gekocht haben- brachen wir auf zu einer Wanderung rund um Motovun am Fuße des Hügels. Wir bewanderten ein Teilstück des „Parenzana“ (Weg der Gesundheit und Freundschaft), eine historische Eisenbahnstrecke zwischen Porec und Triest, 116 km lang und heute ein bekannter Rad- und Wanderweg. Unterwegs, gegen Ende des Weges kehrten wir bei „Toni“ ein, einer gemütlichen Taverne. Am Nachmittag war Entspannung angesagt und ein jeder von uns genoss ein paar Runden im Pool. Zum Abendessen ging es wieder hinauf in die Stadt.

Montag: Heute hatten Christine und Harald etwas Besonderes geplant, den „Weg der 7 Wasserfälle“. Wir fuhren mit den Kleinbussen einige Kilometer Richtung Buzet. Dort ging es von einem Parkplatz aus am Ufer der Mirna entlang, begleitet von einem regelrechten Froschkonzert und vorbei an mehreren Outdoor- Fitnessgeräten. Nach ca. 30 Minuten führte der Weg in ein Seitental hinein. Der Weg wurde immer schmaler und Schlucht artiger. Wir passierten an einer hohen Felswand hängende Kletterer. Gleich nach Erreichen des 1. Wasserfalls ging es einen Klettersteig mit Seilsicherung steil hinauf. Auch Maylo und Tassilo schafften es mit hängender Zunge, zur Belohnung gab es Wasser und Leckerli. Unsere Belohnung war die Rast an einem der nächsten Wasserfälle, in einer Bucht mit weit überhängendem Fels. Harald und Wolfgang wagten sich bis zu den Knien hinein. Ausgerutscht ist glücklicherweise keiner von beiden. Auf unserem weiteren Weg, teils am Flussbett entlang mit grünen Wäldern und Wiesen, erreichten wir nach und nach alle Wasserfälle. Nach ca. 19 km und 7 ½ Stunden Gehzeit kamen wir hungrig zum Ausgangspunkt zurück und kehrten in der Taverne „Most“ zum Essen ein, bevor es zurück ging. 

Dienstag: Für den heutigen Tag war eine abwechslungsreiche Genusstour von Zavrsje nach Groznjan, einem Künstlerdorf mit weit über 30 Galerien und Ateliers von Malern, Bildhauern und anderen Künstlern, angedacht. Ich vermute, Harald hat heute noch einen Knoten in der Zunge vom Aussprechen der Ortsnamen. Wir stellten die Busse in Zavrsje ab, einem fast verlassenen Ort mit kaum Einwohnern. Die Häuser wirkten verfallen, man sah keinen Menschen, die Hunde bellten. Unser Weg führte wieder auf dem „Parenzana“ entlang nach Groznjan. Wir trennten uns im Ort, jeder schaute sich an was er wollte. Den Einen und Anderen trafen wir immer wieder, spätestens im Biergarten. Es wurden auch einige Kleinigkeiten zur Erinnerung eingekauft. Der Rundweg zog sich über 18 km lang.

Mittwoch: Ausflug ans Meer auf die Halbinsel „Kamenjak“. Heute starteten wir etwas früher, wir mussten erst mal 68 km Richtung Pula fahren. An dieser Stelle ein Dank an unsere “Busfahrer“ Harald, Michael, Wolfgang und Norbert, die uns angenehm und sicher gefahren haben. Unser Wanderweg führte vom Parkplatz in Premantura direkt am kristallklaren Wasser des Meeres entlang über Schotterwege und Steine, an zahlreichen kleinen Inseln vorbei, an malerisch gelegenen kleinen Buchten, die zum Baden einladen, bis hin zum südlichsten Teil der Insel, dem Kap Kamenjak. Die Küste besitzt hier viele Schluchten, die für spannende Sprünge ins Meer und für Unterwasserhöhlen bekannt ist. Bei der Safari Bar, gebaut aus meterhohem Schilf mit kleinen schattigen Schilfnischen und Sitzgelegenheiten aus Bambus, machten wir eine längere Rast. Einige von uns gingen zum Baden ins Meer, andere suchten sich ein schattiges Plätzchen zum Verweilen. Auf dem Rückweg konnten wir die herrliche Flora von Kamenjak bewundern, mehr als 500 Pflanzenarten gibt es hier zu bestaunen. Teilweise kamen wir etwas vom Weg ab und schlugen uns durch dichtes Gestrüpp und Dornen. Wir liefen auch einmal im Kreis, aber letztendlich konnte uns Harald wieder auf den richtigen Weg führen. Hier halfen auch unsere beiden Spürnasen nicht und mussten mit Leckerlis bei Laune gehalten werden. Ergebnis: wohl jeder hatte zerkratzte Arme oder Beine. Harald sprach vom stacheligsten Strand den er kennt. Durch das Streunen im Unterholz entdeckten wir einen Hirsch, der nicht weit von uns äste und sich gar nicht stören ließ. Letztendlich waren wir froh als wir den Parkplatz erreichten. Leider gab es eine kleine Überraschung, einer der Busse ließ sich nicht öffnen und sprang auch nicht an. Nach längerem Warten und Überlegen was tun, fuhren zwei Frauen aus München auf den Parkplatz, die ein Starthilfekabel dabeihatten, und der Bus konnte gestartet werden. Zu vorgerückter Stunde kamen wir in unserem Domizil an und beschlossen dort zu essen. Alle halfen mit und so zauberten wir ein leckeres  Abendessen. Es wurde ein sehr schöner und langer Abend auf der Terrasse mit viel Gelächter. 

Donnerstag: Heute klinkten sich Michael, Doris, Christine und Robert aus und blieben beim Haus. Tassilo hatte Probleme beim Laufen. Sie besichtigten die Stadt und durften ein schönes Konzert genießen. Wir anderen fuhren in das 22 km entfernte Pazin und starteten zu einer Rundwanderung. Der Weg führte über Waldwege und blühende Wiesen, am kleinen Ort Beram vorbei, der ein ausgezeichnetes Restaurant besitzt. Am frühen Nachmittag schlug das Wetter um, Gewitter waren gemeldet und wir machten uns auf kürzestem Weg zurück. Kurz vor Pazin erreichten wir eine Bucht mit See und kleinem Wasserfall, der nur über eine Holzstiege erreichbar war. Etwas weiter thronte dann schon das Kastell von Pazin über uns. Der Ort ist geprägt von einer tiefen Schlucht, die 100 Meter in die Tiefe abfällt. Kurz bevor das Gewitter los ging, erreichten wir mit den Bussen das Restaurant „Vela Brata“ in Beram und genossen ein leckeres Essen.

Freitag: Aus unserer heutigen Wanderung am Vojak (1041m) wurde aufgrund der heftigen Gewitter und Regenfälle des vorherigen Abends und der Nacht nichts, und so fuhren wir nach Porec. Den letzten Spätnachmittag entspannten wir am Pool und gingen nochmal in Buzet lecker essen.

Samstag: Abreise nach Übergabe des Hauses um 10:15 Uhr. Ca. 19:30 Uhr waren wir zurück in Heilsbronn und das große Abschied nehmen begann. Wir waren uns alle einig, dass dies eine wunderschöne Woche mit vielen schönen Erlebnissen und Eindrücken war.

DANKE Christine und Harald!

 

 

die mittelalterliche Stadt Motovun
unsere Wandergruppe
Weg der sieben Wasserfälle
Ausflug an Meer auf die Halbinser
die herrliche Flora von Kamenjak
ein stolzer Hirsch
ein leckeres Abendessen in unserem Domizil
Schlucht bei Pazin
unsere Wanderleiter Christine und Harald