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Alpencross von St. Anton zum Comer See

16.07.2017 - 22.07.2017
Autor: Thilo Rupprecht/Boris Jungbauer
Tour-Nr.: 2017-03-75

 Sonntag 16.07.2017 – Tag 1 St. Anton – Heilbronner Hütte 

Nach einer reibungslosen- und staufreien Anfahrt kamen wir planmäßig um ca. 11:00 in St. Anton am Arlberg an. Zunächst mussten die Bikes ausgeladen und alles wieder montiert werden, was aufgrund der allgemeinen Vorfreude recht schnell von statten ging. Zunächst ging es am Volksfest von St. Anton vorbei Richtung Verwalltal. Bei strahlendem Sonnenschein und leichtem Seitenwind ging es zum ersten Stop, der Konstanzer Hütte, wo wir die erste Pause mit kleinem Snack einlegten. Danach ging es zunächst ein längeres Stück bergauf bis wir die Baumgrenze passierten und schließlich an unserem Etappenziel der Heilbronner Hütte ankamen.

Montag 17.07.2017 – Tag 2 Heilbronner Hütte - Scoul 

Der nächste Tag startet mit einer Abfahrt und einem trailigen Wanderweg bis zu unserer Zwischenetappe Ischgl. Von dort aus ging es wieder bergauf zum Greifspitz Trail. Dieser führte auf einem Grat mit beeindruckender Aussicht entlang und war eines der Highlights des Tages. Danach fuhren wir Richtung Heidelberger Hütte und über den Fimberpass wobei uns einige Murmeltiere Gesellschaft leisteten. Auch die anschließende Abfahrt wusste zu gefallen und so kamen alle gut gelaunt im Tal an. Danach ging es noch einige Kilometer auf trailigen Wanderwegen weiter bis wir schließlich in Scoul die Unterkunft erreichten. 

Dienstag 18.07.2017 - Tag 3: Scoul – Santa Maria 

Von der äußerlich unscheinbaren, im inneren allerdings modern und zweckmäßig ausgestatteten Jugendherberge in Scoul starten wir in unseren 3. Urlaubstag. Zunächst steht allerdings die Pflege am „besten Stück des Mountainbikers“ an. Die während der ersten beiden Tage eingestaubten Fahrräder lechzen nach etwas Zuwendung in Form klaren Wassers, einem trocknenden Handtuch und etwas Öl um weiterhin klaglos den Dienst verrichten zu können. Merke: „Wer gut schmiert, der gut fährt“. Komfortabel und ohne die am vorherigen Abend angefutterten, teils beachtlichen, Kohlenhydrat-Reserven anzugreifen, geht es per Raschögna-Seilbahn auf eine Höhe von gut 2.200m. Als besonderes Schmankerl versuchen wir die örtlichen Mountainbikestrecken ausfindig zu machen. Dieses gestaltet sich allerdings schwieriger als gedacht. Auf Teils wunderschönen und schmalen Trails, zum Teil aber auch auf geschotterten „Waldautobahnen“ fahren wir zunächst nach Ftan und danach am Hang entlang wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt in Scoul. Für jeden Geländeradfahrer der gerne die Schwerkraft nutzt eine der besten Arten in den Tag zu starten. Was nun folgt ist das genaue Gegenteil vom bisherigen Bergab-Vergnügen. Eine zwar niemals besonders steile aber schier endlose Bergetappe auf Asphalt und Schotter bringt uns gut 1.200hm höher hinaus. Hierbei folgen wir dem Fluß  Clemgia und passieren das Bergmuseum „Schmelzra-S-Charl“ in welchem unter anderem dargestellt wird wie in einem Zeitraum von 300 Jahren Bergbau in der Region betrieben wurde. Einen ersten ausgiebigen Stopp gönnen wir uns im Örtchen Dschombrina, wo sich die Betreiber eines Cafés über unser Kommen freuen. Landschaftlich wunderschön und bei bestem Wetter ziehen wir weiter. Mancher Alpenbewohner mag sich wohl fragen, was uns antreibt, den Tag bei diesem Anblick nicht einfach an Ort und Stelle im Gras liegend ausklingen zu lassen. An der Hütte angekommen wird auch hier natürlich eine Pause eingelegt und wir erhöhen fleißig den Milch und Kuchen Absatz für diesen Tag. Weiter geht’s auf dem letzten längeren, allerdings höchst anstrengenden, Stück bergauf. Schiebend und teilweise tragend erklimmen wir auf ausgetretenen Wiesenwegen den Funt da S-charl. Doch irgendwann ist auch das geschafft und es geht endlich wieder mit ordentlicher Fahrfreude bergab. Leider müssen wir uns nach diesem Vergnügen wegen einer defekten Hinterradnabe von unserem tapferen Schieber Benny trennen. Mit defektem Freilauf hätte ihm die restliche Abfahrt voraussichtlich wenig Freude bereitet und die Entscheidung per Straße und Bus zu einem Fahrradladen zu kommen war sicherlich die bessere Entscheidung.  Folgend dem von Lukas als „Bachtrail“ getauften und sehr flüssig zu fahrenden Weg erreichen wir schließlich nach einem langen Tag unsere Unterkunft. Rustikal residiert die Jugendherberge zentrumsnah in einem umgebauten Bauernhof. Die Anzahl der anwesenden Radfahrer lässt darauf schließen dass es sich hier um eine bei Alpencrossern beliebten Stopp handelt. Wir stören uns daran nicht und lassen den Tag mit einer Runde Dosenbier und einem für manche leider weniger üppigen Abendessen ausklingen. An der Hütte angekommen wird auch hier natürlich eine Pause eingelegt und wir erhöhen fleißig den Milch und Kuchen Absatz für diesen Tag. Weiter geht’s auf dem letzten längeren, allerdings höchst anstrengenden, Stück bergauf. Schiebend und teilweise tragend erklimmen wir auf ausgetretenen Wiesenwegen den Funt da S-charl. Doch irgendwann ist auch das geschafft und es geht endlich wieder mit ordentlicher Fahrfreude bergab.  Leider müssen wir uns nach diesem Vergnügen wegen einer defekten Hinterradnabe von unserem tapferen Schieber Benny trennen. Mit defektem Freilauf hätte ihm die restliche Abfahrt voraussichtlich wenig Freude bereitet und die Entscheidung per Straße und Bus zu einem Fahrradladen zu kommen war sicherlich die bessere Entscheidung. Folgend dem von Lukas als „Bachtrail“ getauften und sehr flüssig zu fahrenden Weg erreichen wir schließlich nach einem langen Tag unsere Unterkunft. Rustikal residiert die Jugendherberge zentrumsnah in einem umgebauten Bauernhof. Die Anzahl der anwesenden Radfahrer lässt darauf schließen dass es sich hier um eine bei Alpencrossern beliebten Stopp handelt. Wir stören uns daran nicht und lassen den Tag mit einer Runde Dosenbier und einem für manche leider weniger üppigen Abendessen ausklingen.  

Mittwoch 19.07.2017 - Tag 4: Santa Maria - Livigno 

Der Wettergott ist uns weiterhin hold, es Begrüßen uns die Berge beim Blick aus den alten Fenstern. Hätten wir allerdings gewusst was uns für die ersten zwei Stunden dieses Tages bevor steht, zumindest der Autor dieser Zeilen wäre beim leckeren Frühstück noch ein weiteres Mal zum Müsli fassen gegangen. Unter dem Motto „Wer runter will muss erst hoch“ schrauben wir uns Steile 900hm auf Straße und Schotter nach oben. Ein kleiner Stopp bzw. eine ausgiebige Erfrischung hilft dabei die selbst auferlegten Strapazen zu überstehen. Eines unsere heutigen Tagesziele wurde uns von Lukas als „Klein-Kanada“ angekündigt. Freudig strampelnd befinden wir uns plötzlich mitten darin. Diese weite Hochebene auf knapp 2000hm hinterlässt auf uns Durchreisende einen bleibenden Eindruck. Trotz der landschaftlich eindrucksvollen Szenerie halten wir uns nicht allzu lange auf. Der sommerliche Sonnenschein ist trügerisch. Kühl und stramm weht der Wind, was zur zügigen Weiterfahrt animiert. Außerdem wartet unser Mittagessen an den Fraellis Seen auf uns und alle freuen sich mit zunehmender Fahrtzeit auf ein anständiges italienisches Mittagessen zu italienischen Preisen. Der zügig fahrbare Wanderweg durch das Val Mora hält uns nicht lange auf und mit einem Grinsen im Gesicht erreichen wir das Rifugio Val Fraelle. Dort bestellen wir das sehnlichst erwartete Mittagessen, welches wir in Form von Pasta, Polenta und der ein oder anderen alkoholfreien Hopfenkaltschale reichhaltig erhalten. Diese Stärkung sollte sich als bitter nötig erweisen, es warten zum ankurbeln unserer Verdauung zwei teilweise kaum fahrbare Schotterrampen auf unser kommen. Wieder werden wir vom einheimischen Bergvieh erstaunt beäugt. Was nun folgt ist purer Mountainbike-Fahrspaß. Teilweise entlang der Route eines erst kurz zuvor ausgetragenen MTB-Marathons lassen wir es vermutlich sehr viel weniger rasant angehen als die mit Höchstgeschwindigkeit entlangeilenden Rennfahrer. Nichts desto trotz ist der Flow („Zustand höchster radfahrender Entzücktheit“) schier grenzenlos. Irgendwann endet auch der schönste Trail und wir kommen hochzufrieden und glücklich in Livigno an. Nach Pflege der vorhandenen Blessuren und der Beseitigung von technischen Problemen, lassen wir es uns bei Pizza und Wein gutgehen. Zum Ausklang nutzen wir die Gelegenheit und machen noch ein wenig das Nachtleben von Livigno unsicher.  

Donnerstag 20.07.2017 - Tag 5 

Übernachtet wurde in Livignio in einer Ferienwohnung (Chalet). Gefrühstückt wurde am reichhaltigen Büffet im Hotel nebenan. Hochmotiviert wurde um 9.00 gestartet mit Ziel in St. Moritz bald da zu sein, weil der Bikepark noch auf dem Tagesplan stand. Nach anfänglichem leichtem Aufstieg ging es dann sehr knackig auf extrem steilen Terrain Richtung Passhöhe. Oben angekommen gab’s eine  Cappopause auf Passhöhe. Die Zahl war im Cappo im Milch-Schaum dekoriert. Im weiteren Verlauf ging es weiter steil bergauf und mit scharfer Abrisskante am Berggrat entlang. Robert hat dann mal kurz einen Schock bei allen ausgelöst, indem er kurz den Abhang abgerutscht war. Zum Glück nix passiert. Am Gipfel war dann Mittagspause angesagt. Die Abfahrt war dann sehr anspruchsvoll durch Geröll und Steinquaderpassagen. Angekommen am See vor St. Moritz gab’s noch eine kurze Cappo-Pause mit herrlicher Aussicht auf den See. Die Strandkörbe waren uns dann doch zu teuer (320 Franken am Tag). Bezahlen mit Euro war auch nicht wirklich erwünscht. „Wir nehmen nur große Scheine“ Cappo 4 Franken .Um 15 Uhr in St. Moritz in der Jugendherberge angekommen. Jetzt hieß es Beeilung. Rucksack dalassen und schnell zur Seilbahn. Leider haben es nicht alle geschafft…. Oben angekommen ging`s dann ab in den WM Downhill Trail. Adrenalin hat uns mit Dauergrinsen ins Ziel gebracht. Aber wir wollten mehr… Wir waren 5 vor 16Uhr unten und dann hat`s uns gepackt und wir sind mit der letzten Bergfahrt nochmal hochgefahren. Dieses Mal die östliche Abfahrt. Wieder mit atemberaubendem Tempo im völligen Flash. Genau das ist mir dann zum Verhängnis geworden. Hab das Bike mal kurz im Flug verlassen. außer Schürfwunden zum Glück nix passiert. Trotzdem wird uns allen das Erlebnis nie vergessen bleiben. Grandios!!!  Wir kommen wieder! 

Freitag und Samstag - Tag 6 und 7   

Übernachtet wurde in der Jugendherberge in St. Moritz. Nach ausgiebigem Frühstück wurde zeitig gestartet mit frisch geputzten Bikes. Heute Stand die längste (110 km) und auch wohl anspruchsvollste Etappe an. Aber das Ziel vor Augen hat uns beflügelt. Am Julierpass oben angekommen war der erste harte Anstieg auf 2284 Hm geschafft. Danach ging`s mit Tempo bergab. 2 Anstiege waren dann mit atemberaubender Landschaft auf alten Römerwegen ein weiteres Highlight. Mit Ziel vor Augen ging`s mit hohem Tempo auf flachem Gelände Richtung Comer See weiter. Dann endlich ein Großer See in Sicht (Lago di Mezzo) Und fast jeder hat gedacht wir sind da. Aber bis zum Comer See war es nicht mehr weit. Angekommen hat es uns dann alle gepackt und wir sind mit samt den Klamotten und den Bikes in den See gesprungen. Unvergesslich das Erlebnis. Abends haben wir es dann noch mit Pizza und anschließender Disco krachen lassen. Übernachtete wurde am Campingplatz Paradiso bei Domaso. Abfahrt mit Busshuttle war dann leider schon um 9 in der Früh. Perfekt geplant (Danke Lukas) und Dank super Wetter eine Mega Tour!!!

Gesamtleistung vom Alpencross: 

350Kilometer und 9000Höhenmeter 

Teilnehmer:  Matthias, Boris, Werner, Benny, Robert,Thilo,Ralph,Michael,Lukas 

Autoren: Thilo Rupprecht, Boris Jungbauer,

 

Biketiger brauchen keine Pause
Biken an der Greitspitz
Robert in Ischgl im Flow
Die Wege sind endlos in der Schweiz
Da kann einer nicht genug haben
Mega ... WM Trail in St. Moritz
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kurze Pause kurz vor Chiavenne
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