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Vom Lechtal aus auf die Ansbacher Hütte

05.08.2017 - 07.08.2017
Autor: Siglinde Högner
Tour-Nr.: 2017-06-58

Abwechslungsreiche Wetterverhältnisse sowie interessante Wegplanung

Am 5.8. starteten wir (Peter, Norbert, Melanie, Martin, Lothar u. Siglinde) mit unserem Tourenleiter Roland auf der A 7 in Richtung Lechtal. Über Reutte fuhren wir nach Stockach und erreichten gegen Mittag unseren Parkplatz und Ausgangspunkt auf 1073 m Höhe.

Hier ging es nach ein paar hundert Metern gleich steil aufwärts über den „Tunnelweg“ zur Sulzelalm. Dieser Tunnelweg war ein besonderes Erlebnis, da die Tunnels teilweise so dunkel waren, dass man eine Stirnlampe brauchte. Auch die Ausblicke aus den Tunnels waren atemberaubend schön.

 Angekommen bei der Sulzelalm in 1465 m Höhe  gönnten wir uns eine ausgiebige Rast mit Vesper und kühlem Bier. Um 15 Uhr begannen wird den letzten Anstieg zur Frederic-Simms-Hütte, die auf 2002 m Höhe liegt. Dieser war ziemlich schweißtreibend, da es immer schwüler wurde.  Auf dieser Hütte erlebten wir einen zünftigen Hüttenabend mit Hausmusik und gutem Essen.

Am nächsten Morgen war nach einer Regennacht der Weg sehr nass und steil. Ständig mussten wir aufpassen, keinen der schwarzen Alpensalamander zu zertreten, die haufenweise am Weg lagerten. Über das Lahnzugjöchl in 2577 m und das Stierlahnzugjoch auf 2630 m erreichten wir den Abzweig zur Feuerspitze. Davor hatten wir noch einen ziemlich schwierigen Abschnitt mit langen Drahtseilen hinabzuklettern. Die Feuerspitze wollten wir uns trotz leichten Nieselregens nicht entgehen lassen. Nachdem wir die Rucksäcke verstaut hatten, brachen wir zum Aufstieg auf. Dieser war gar nicht so einfach zu finden bei der Nebelsuppe.

Oben angekommen freuten wir uns doch über das Gipfelerlebnis auf 2852 m Höhe und eine kleine Vesperpause. Nach dem Abstieg führten wir die Tour zügig über das Alperschonjoch in Richtung Ansbacher Hütte fort, da schon ab und zu ein Donnergrollen zu hören war.

Ziemlich durchweicht erreichten wir gegen 15 Uhr die Ansbacher Hütte und waren froh darüber, denn jetzt fing es wirklich in Strömen zu regnen an.

Hier erlebten wir einen ruhigen Hüttenabend mit Grillkotelett und Aperol Spritz. Roland brachte uns ein neues Kartenspiel bei, so dass der Abend lustig und kurzweilig verging.  Auch mit den Lagern und der Dusche waren wir zufrieden.

Gut erholt konnten wir nach dem Frühstück um 8.30 Uhr pünktlich aufbrechen in Richtung Samspitze. Schon beim Anstieg zeigte sich, dass sich die Wolken verziehen und uns ein herrlich warmer Sonnentag bevorstand. Am Gipfel auf 2624 m Höhe angekommen machten wir ausgiebige Rast und viele Fotos von den gegenüberliegenden Dreitausendern.

Unser Weg führte uns sodann über einige Drahtseile und Nebengipfel wieder runter zum Alperschontal. Hier stand uns ein langer, aber herrlicher Abstieg in eine überwältigende Naturlandschaft mit einem reißenden Gebirgsbach bevor. Nach einem langen Marsch erreichten wir gegen 13.30 Uhr den Gasthof Hermine, wo wir ausgiebig zu Mittag aßen. Hier ließen wir die ganze Tour nochmal auf uns einwirken und wurden dann vom Linienbus in Richtung Bach mitgenommen. Dadurch ersparten wir fast 10  km Fußweg und kamen gegen 16 Uhr am Parkplatz an. Hier nahmen wir noch ein Abschlussfußbad im Lech und fuhren danach wieder in Richtung Heimat. Unser Dank gilt unserem Tourenleiter Roland, der alles genau durchgeplant hatte und uns sicher wieder heimbrachte.

Tunnelweg zur Sulzelalm
Begegnung mit Alpensalamander
Nieselstart an der Frederic-Simms-Hütte
Am Gipfel der Feuerspitze
Nebelschattenspiel von Gämschenklein
Gruppenbild vor Ansbacher Hütte
Blick von der Samspitze zum Hohen Riffler
Auf Brücke im Alperschontal
Tourabschluss im Lech