Schneeschuhtour rund um die Ansbacher Skihütte

22.01.2016 - 24.01.2016
Autor: Liane
Tour-Nr.: 2016-02-22

Traumhafte Winterlandschaft mit Puderzucker-Schnee

Juhu, der lang ersehnte Schnee kam genau richtig für unsere Tour! Am Freitagmorgen ging´s los vom Parkhaus am Ansbacher Bahnhof.

Teilnehmer: Angela und Johannes, Karin und Gerhard, Bianka, Marlies, Carola, Franz, Manfred, Hermann, Armin und ich (Liane).

Die Fahrt ins Allgäu zur Talstation Steibis verlief einwandfrei, nach dem Verpacken von einigen großen Gepäckstücken in die Seilbahn machten wir uns bei wolkenlosem und strahlend blauem Himmel an den Anstieg zur Hütte. Bei Ankunft wurden die Lager bezogen und danach gönnten wir uns erstmal auf der Sonnenterrasse Kaffee und superleckeren Kuchen, den wir mitgebracht hatten. Mann, ging´s uns gut! Aber Armin, einer unser Tourenleiter, scharrte schon mit den Schneeschuhen und wollte mit uns noch die nähere Umgebung erkunden. Gesagt, getan. Eine traumhafte Winterlandschaft lag uns zu (Schneeschuh-)Füßen und es ging querfeldein, rauf und runter. Die Sonne gab an diesem Tag ihr Bestes und der Schnee war wie Puderzucker!

Nach dem gemütlichen Abendessen auf dem Imberghaus musste aber leider noch ein bisschen Theorie der Lawinenbergung durchgesprochen werden. Mit Beamer und Power-Point-Präsentation erklärten uns Armin und Johannes die Vorgehensweise der Grobsuche, Feinsuche, genaue Ortung des Verschütteten mit der Sonde und das anschließende Graben mit der Lawinenschaufel. Puh, in der Theorie hört sich das alles nicht so dramatisch an, die Praxis ist natürlich IMMER anders.

Das stellte sich am nächsten Morgen, übrigens bei Schneeschauer und Nebel, auch als wahr heraus! Die Umsetzung des theoretischen Wissens in einer „fast echten“ Notlage sieht schon wieder ganz anders aus. Alle Piepser auf „SUCHEN“ gestellt, ging´s los, um die von Armin und Johannes vergrabenen Pieps-Geräte (welche natürlich auf „SENDEN“ standen) unter dem Schnee zu suchen. Die Funkwellen breiten sich ellipsenförmig aus, somit ist auch die Grobsuche zuerst in einem Bogen abzulaufen. Danach wird mittels Feinsuche, knapp über der Schneedecke und anschließendem Sondieren der Verschüttete geortet. Und nun heißt es GRABEN, GRABEN, GRABEN…… und GEFUNDEN !! Umso schneller das alles passiert, von der Signalsuche bis zum Ausgraben, umso besser. Wünschenswert und Überlebenswichtig, geht man von ca. 15 Min. aus.

Am Nachmittag teilte sich die Gruppe, eine kleinere in Richtung Talstation Hochhädrich, die andere Gruppe wollte genau diesen bezwingen. Leider wurde das Wetter wieder schlechter und so neblig, dass es nicht möglich war, den exakten Weg zum Gipfel zu finden! Was soll´s, ein bisschen Abenteuer muss trotzdem sein, und so durchquerte man eine tiefe Schlucht, bei dieser Unternehmung kam auch der Spaß nicht zu kurz! Alle kamen gemeinsam wieder gut gelaunt an der Hütte an. Es folgte ein lustiger Abend mit Kässpätzle-Essen und zünftiger Musik auf dem Imberghaus….

Der Sonntagmorgen begann wieder mit einem gemütlichen Frühstück vor dem urigen warmen Kachelofen und man besprach den Ablauf des letzten Tages. Nach dem Einpacken und Saubermachen der Hütte entschied man sich, noch eine Abschlusstour zu starten. Das Wetter zeigte sich an diesem Tag zum Glück von der freundlicheren Seite und wir stapften wieder einige Stunden durch den Schnee. Fast am Ende musste ein ziemlich heikles Stück bewältigt werden: Ein sehr steiler Hang bergauf, jeder mit einem Abstand zum Vordermann von 10-15 m, um ja nicht zu viel Druck auf den Hang zu bringen, denn dabei könnte sich leicht ein Schneebrett lösen. Mit Armin als Führer ging dann aber alles ohne Probleme von statten und wir wurden oben mit einem herrlichen Blick bis zu den Schweizer Bergen belohnt!

Aber jede Tour geht einmal zu Ende und wir mussten uns nach diesem tollen Wochenende wieder an den Abstieg machen. Noch etwas guten Allgäuer Käse einkaufen und abschließende staufreie Heimfahrt beendete leider unsere diesjährige Schneeschuhtour.

Ganz lieben Dank noch einmal an unsere beiden Guides Armin und Johannes und alle hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder dabei sein können!

Liane, im Namen aller Teilnehmer…. 

 

Blick auf Steibis und Oberstaufen
Gruppenfoto auf dem Imberggipfel
Kaffeepause auf der Sonnenterrasse unserer Skihütte
Sondierungsübung bei dichtem Schneefall
Abstieg vom Hochhädrich
Unterwegs in Richtung Fluh
Hochgrat und Rindalphorn